Online unter Aufsicht
FACTS ONLINE | Switzerland
03 May 2006
110 Millionen Chinesen haben Zugang zum Internet. In fast allen Städten gibt es Internetbars, die rund um die Uhr geöffnet haben und kaum etwas kosten. Vor allem Junge nutzen das Internet zum Chatten, Mailen und Telefonieren. Wie in Südkorea und Japan sind Onlinespiele sehr populär. Politische Inhalte, vor allem in chinesischer Sprache, werden dagegen streng zensiert: Die Website der BBC und der chinesische Dienst der Deutschen Welle sind in China ebenso blockiert wie Tausende andere Websites.
Besucher von Internetcafés müssen sich ausweisen und die Betreiber ein elektronisches Logbuch der aufgerufenen Websites speichern. Die Zensurbehörden können so jederzeit zurückverfolgen, wer welche Site besucht hat. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sitzen mindestens 49 Chinesen im Gefängnis, weil sie im Internet eine Meinung geäussert haben, die der Partei nicht genehm war.
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